Sozialpläne in Frankreich, das kann schwierig sein...

Wie in jedem europäischen Land, Time is money! das heisst bei Restrukturierungen, wer Zeit an der falsche Seite gewinnen will, verliert richtig viel! Zeit und Geld…

Hier der Fall Philipps (aus der Wirtschaftszeitung Les Echos vom 22.Februar 2010): trotz 19 Millionen Verlust an dem Standort in Chartres und trotz Ankündigung seit Oktober 2009, daß dieser Standort zu Schliessung steht und “erst” am 13 Februar die Schliessung einfach umgesetzt wurde- nach Verweigern der Arbeitnehmer eine Stellungnahme über die wirtschaftliche Gründe und das Angebot im Sozialplan- , trotz dies allem hat das Gericht (hier TGI) die sofortige Wiedereröffnung des Standortes und die Wiederaufnahme der Verhandlungen (bei null beginnend wohl gesagt) beschlossen.

Les Echos

In Deutschland kann man in der Regel von einer Mindestlaufzeit von 6 bis 8 Monaten ausgehen, bis die ersten Massnahmen in solch einem Fall umsetzbar werden. Hier kann es einfach mal das Doppelte werden.

Man bemerke hier die bereits schon gute Ausstattung des Sozialplanangebotes: 24 Monatsgehälter als Kündigungsprämie, dazu noch 12 Monate Einsatz in Umqualifizierungsmaßnahmen (congés de conversion) also insgesamt ein Pakett zwischen 36.000 und 60.000 euros pro Mitarbeiter.

In der rechten Spalte einen Auszug aller stornierten Sozialplänen in den letzten Jahren.

Vorsicht und…gute Beratung ist geboten!

Ein aktuelles Projekt 02/2010

Unter Berücksichtigung der Vertraulichkeit, ein kurzer Bericht zun Nachdenken:

vor der Komplexität der zu erwartenden Restruturierungsprogramme in einer internationalen industriellen Gruppe, die dazu von Verantwortlichen unterschiedlichsten Herrkunft (Kulturell, Unternehmensgeschichte) und unterschiedlichen Zielsetzungen (Operativen versus HR) wird, zur Vorbeugung des Verlustes des Überblicks über die notwendigen Schritten und zur Bildung eines Projektes, das alle Rahmenbedingungen der jeweiligen Länder sowie aller Prioritäte so gut wie möglich berücksichtigt,  ein grenzüberschreitendes Team gebildet: “können Sie übermorgen da sein?”

Bemerkenswert sind:

  • der Zeitdruck
  • die konträren Vorstellung von Abläufen
  • die unterschiedliche Warnehmung der sensiblen Momente (Milestones)
  • die Bewertung der Möglichkeiten der Einbindung von Arbeitnehmervertretung oder nicht

An diesem Morgen sitzen 6 Manager an einem Tisch, 2 Nationalitäten, alle höchst erfahren. Und dennoch fällt ein Wort: Platzordung!

“Ja, bitte! sitzen Sie sich doch an den Kopf des Tisches, Sie sind der Magier hier!”

Am Ende des Tages weiss jeder wo, wie, wann und über welche Milestones die Vorbereitung zu laufen hat. Es wird gesorgt, dass mehr Zeit genommen wird, es werden die Ausmasse der Folgen richtig bewertet, es gibt weiniger Verschiebung von Verantwortlichkeiten. Vor der Last ziehen mal alle an einen Strang.

Die Strategie deutet sich schon an.

Die Rollenverteilung unter den Ländern ist festgelegt.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind aufgerollt.

Der Berg ist hoch, aber mindestens wissen alle, mit welchen Steigungen zu rechnen ist!

Die ab jetzt beginnende Begleitung durch  unser crossborder Beraterteam, wohl auf das Minimum reduziert, wird das Projekt führen.

Der Mehrwert für den Kunden wird durch die Teilnehmer erkannt. Und jetzt beginnt der Zeitdruck, nein die Zeitsteuerung sowie die Einhaltung von Fairness mit dem Umgang mit humanem Kapital. Dafür stehen wir, so gut wie möglich. Denn jeder Faux-Pas, jede Lüge rächt sich.

Bei lehrreichen Entwicklungen in diesem Projekt werden wir hier berichten…

Weiterhin Sturmmeldung in Frankreich auf dem Arbeitsmarkt für Führungskräfte!

Die APEC, französische Arbeitsagentur für Führungskräfte (die ja in Frankreich quasi eine eigene Arbeitnehmerkategorie bilden…darüber berichten wir mal demnächst) hat Bilanz gezogen: 2009 hat die Krise einen Zusammenbruch um ca. 28% der Nachfrage nach Führungskräfte bewirkt.

Für 2010 sieht weiter schlecht aus: 4 bis 10% weniger als in 2009 sind erwartet!

Dabei ist bemerkenswert, daß für Jungdiplomierte Ingenieure weniger Stellen offen sind als das Bildungssystem selbst dieses Jahr auf den Markt bringt: also nur 23.000 neue Stellen für 30.000 Diplomierte. 8% dieser Diplomierten findet eine erste Stelle im Ausland.

Insgesamt soll die Lage sich erst wieder 2011 und wirklich dann 2014 (mit einem Bedarf von ca 240.000 AT’s) sich entspannen, sogar dann starke Steigerungen erleben.

Also Internationalisierung ist weiterhin eine gute Lösung!

Fasnacht/ Karneval

Karneval ist leicht zu erklären: Carne vale, also Fleisch auf Wiedersehen!

Die Zeit ist gekommen! Die starke Prägung des sozialen Lebens durch die Religion hat, wie im alten Rom eine Auszeit vor dem Fasten (was ja gut zum Ende der Vorräte gegen Ende des Winters passt) diese züggellose Zeit als Brauchtum einge..fleischt! Besonders in katholischen Gegenden.

Und es kann nur punktgenau jetzt ab dem Aschermittwoch eingeleitet werden. Nicht wie in Frankreich, wo in Schulen öfters noch im Mai ein Carneval organisiert wird. Also monochrones Deutschland!

Einmal die Sau rauslassen und dann wieder sachlich am Bruttosozialprodukt schaffen! Ganz schön deutsch auch!

Übrigens: Fasnacht ist was anderes. Im südlichen Deutschland eingeleitet, um böse Geister zu vertreiben und die keimende Saat durch trampeln wieder zum Leben aufrufen. Als römisch besetztes Gebiet in Germanien, grosse Ähnlichkeit mit den Saturnalien (um Ceres, Mutter der Fruchbarkeit aus Ihrem Winterschlaf zu wecken).

Hoffen wir doch, dass die fehlende Fruchbarkeit wiederbelebt und die bösen Geister (in der Krise) jetzt vertrieben werden. Somit kann hoffentlich danach wieder an “Schaffe, schaffe , Häuslein bauen…”  gedacht werden.

Was meint Ihr dazu?

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Um Spam zu vermeiden, geh doch gleich mal in den Pluginbereich und aktivier die entsprechenden Plugins. So, und nun genug geschwafelt – jetzt nichts wie ran ans Bloggen!